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England2017-12-06T11:38:13+00:00

ENGLAND

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Dipl. Ingenieur Christoph Hovenjuergen
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Office London

Geografische Informationen

England ist der größte und am dichtesten besiedelte Landesteil im Vereinigten Königreich im Nordwesten Europas.

England umfasst den größten Teil des südlichen Abschnitts der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt das Land an die Nordsee, im Süden an den Ärmelkanal und im Südwesten an den Atlantik.

London ist die Hauptstadt von England und des gesamten Vereinigten Königreichs. Sie ist, gemessen an der Zahl ihrer Einwohner, auch die drittgrößte Stadt im geografischen Europa (nach Moskau und Istanbul). Englands Bevölkerung von über 54 Millionen Einwohnern umfasst fast 85 % der Bevölkerung des Vereinigten Königreichs.

Die Geographie des Landes ist geprägt durch niedrige Hügel und Ebenen, vor allem im zentralen und südlichen England. Allerdings gibt es auch Hochland im Norden und Südwesten.

Fälschlicherweise wird der Name England selten synekdochisch für das gesamte Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland oder für die gesamte Insel Großbritannien gebraucht.

Römer und Kelten: Die Geschichte von England

Die keltisch sprechenden Völker, deren Nachfahren noch heute in Cornwall, Wales und Schottland leben, wanderten etwa um 900 v. Chr. im heutigen England ein. Da die Kelten ein schriftloses Volk waren und keine Aufzeichnungen hinterließen, ist alles, was wir über sie wissen, von anderen Völkern – etwa den Römern und den Griechen – überliefert.

Die einzigen Zeugnisse, die sie selbst hinterließen, sind die Grabstätten, Steinkreuze und Monolithen, die über das ganze Land verteilt sind. Welche Funktion sie hatten, wissen wir heute nicht sicher. Viele mystische Stätten in England sind deshalb das Objekt vielfältiger Spekulationen. Wir wissen jedoch, dass sich die keltischen Völker untereinander stark bekriegten.

Als dann um 55 v.Chr. auch noch die Römer unter Julius Cäsar auf der Insel landeten, nahm die Geschichte Englands so richtig Fahrt auf. Das Römische Reich machte England zum nördlichsten Außenposten und stationierte entlang der heutigen englisch-walisischen (Offa’s Dyke) und der heutigen schottischen-walisischen (Hadrians Wall) Grenze große Legionen, mit denen die „rebellischen“ Kelten bezwungen werden sollten.

Die Römer brachten ihre hocheffiziente Infrastruktur nach England und richteten Bäder und Amphitheater nach römischem Vorbild ein (siehe Caerleon und Bath). Die Kelten wehrten sich mit aller Macht gegen die Besatzer und immer wieder kam es zu blutigen Aufständen, wie z. B. 61 n. Chr., als sich die Icener unter Boudicca erhoben.

Die Angeln und Normannen in Englands Geschichte

Um 410 n.Chr. (etwa zur Zeit des historischen König Artus) gaben die Römer England auf und hinterließen ein schwaches Land, das neuen Eroberern schutzlos ausgeliefert war. Angeln, Jüten, Sachsen und Friesen drängten jetzt nach England und die keltischen Ureinwohner wichen in den Westen, ins heutige Cornwall und Wales, zurück.

Im 9. Jahrhundert folgten dann die Raubzüge der Wikinger auf das Land, bevor die Geschichte von England mit der Landung des normannischen Heerführers Wilhelm des Eroberers die entscheidende und bislang endgültige Wendung nahm. In der Schlacht von Hastings 1066 wurde das Schicksal Englands für die kommenden 1.000 Jahre besiegelt. Das heutige englische Königshaus steht in mehr oder weniger direkter Linie mit den normannischen Eroberern aus dem 11. Jahrhundert.

Der Beginn der Geschichte des modernen England

Hier beginnt nun die eigentliche Geschichte des Landes, das wir heute England nennen. Zwar verdankt England seinen Namen den Angeln, doch England, wie wir es heute kennen, wurde auf dem Schlachtfeld von Hastings geboren. Zu glauben, damit wären die spannendsten Kapitel in der Geschichte von England abgeschlossen, ist aber ein großer Irrtum, denn auch wenn England in seiner heutigen Form seit beinahe 1.000 Jahren besteht, so war es doch immer heiß umkämpft und in einem ständigen Wandel begriffen.

Unter Wilhelm dem Eroberer wurde England zu einem absolutistischen Feudalstaat, in dessen Zentrum der König selbst stand. Wilhelms Sohn, Heinrich I., jedoch hatte das von seinem Vater errichtete System weniger im Griff und musste dem Adel schließlich die sogenannte Charter of Liberties zugestehen, die ein Vorgänger der bedeutenden Magna Charta ist. Sie war aber nicht wesentlich mehr als ein Lippenbekenntnis, um den Adel vorübergehend ruhig zu stellen und wurde von den meisten Königen in der Folgezeit ignoriert.

Kein Wunder also, dass sich Unmut im Adel regte. Im frühen 12. Jahrhundert erlebte England deshalb einen handfesten Bürgerkrieg, dessen Auseinandersetzungen über 20 Jahre andauerten und erst mit der Übernahme der Herrschaft durch das Haus Plantagenet beendet werden konnten. Heinrich II., der erste Vertreter dieser Dynastie, führte als mächtigster Fürst Frankreichs auf dem Festland erbitterten Krieg gegen die französische Krone, verhalf zur gleichen Zeit aber England zu neuer Größe.

Mit Hilfe von Reiserichtern und Geschworenengerichten sorgte er im Reich für die Einhaltung der Gesetze. Der Versuch, diese Macht auch auf die Kirche auszuweiten, scheiterte vorübergehend am Widerstand von Thomas Becket, der 1170 hingerichtet wurde, aber bis heute in England als Märtyrer verehrt wird. Heinrichs Sohn Richard Löwenherz ist eine der bekanntesten Figuren der Geschichte von England. Als sein Vater starb, war Richard gerade auf dem Dritten Kreuzzug im Heiligen Land und geriet auf der Heimreise in die Gefangenschaft von Kaiser Heinrich VI., dem Staufer.

Zehn Jahre lang herrschte er über England, doch tatsächlich verbrachte er während dieser Zeit nur wenige Monate hier. Während seiner Herrschaft waren einige Gebiete verloren gegangen und auch Richards Bruder, Johann Ohneland, gelang es nicht, das Reich wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Schlimmer noch: Der Adel trotzte ihm die Magna Charta (1215) ab, die den Weg für die Entstehung des englischen Parlaments ebnete.

Die Geschichte von England im Hochmittelalter

Johanns Sohn, Edward I. prägte die Geschichte von England durch die endgültige Angliederung von Wales an das Königreich. Gleiches versuchte er auch mit Schottland, musste sich aber nach der Schlacht von Bannockburn geschlagen geben, sodass das nördliche Nachbarland bis 1603 unabhängig blieb. Das Hochmittelalter (10. bis 14. Jahrhundert) war eine Blütezeit in der Geschichte von England: Die Bevölkerung verdreifachte sich und die Städte wuchsen und erstarkten. Doch mit dem Hundertjährigen Krieg (1337-1453) endete diese Hochzeit.

Am Ende der folgenden knapp 120 Jahre (zwischen 1381 und 1415 herrschte Waffenruhe) hatte England all seine französischen Besitztümer (mit Ausnahme von Calais) verloren. Das französische Heer, geführt von Jeanne d’Arc, brachte den Engländern bei der Schlacht bei Castillon (1435) eine empfindliche Niederlage ein, die auch die Situation in der Heimat schwieriger machte. Neben der Absetzung Richards II. war vor allem die Niederlage im Hundertjährigen Krieg Schuld am Ausbruch der sogenannten Rosenkriege, in denen sich die Häuser Lancaster (rote Rose im Wappen) und York (weiße Rose im Wappen) um die englische Krone stritten.

Die Rosenkriege endeten mit der Schlacht von Bosworth Field (1485). Als Sieger ging Heinrich Tudor, der erste englische König (Heinrich VII.) aus dem Hause Lancaster hervor, der anschließend die Tochter seines Kontrahenten heiratete und die beiden Häuser und damit England befriedete.

Englands Geschichte zur Zeit der Reformation

Es folgte eine Zeit politischer Stabilität, die erst durch die Reformation von Heinrich VIII. beendet wurde. Grausame Katholikenverfolgungen waren die Folge der Gründung der Anglikanischen Kirche. Die Kinder Heinrichs, Eduard VI. und Maria I., stürzten das Haus Tudors in eine tiefe Krise. Der Kampf gegen die Katholiken und die Rekatholisierung unter Maria sorgten für Angst und Schrecken und schwächten das Vertrauen in die Kirche.

Erst Heinrichs Tochter Elizabeth I. läutete wieder so etwas wie ein Goldenes Zeitalter ein. Ihre größten Triumphe waren der Sieg gegen die spanische Armada und die Hinrichtung von Maria Stuart von Schottland. Deren Sohn erklärte Elizabeth I. zu ihrem Nachfolger. Damit besiegelte sie die Personalunion der Krone von England und Schottland, wodurch Schottland 1603 an England angeschlossen wurde und seine Unabhängigkeit verlor.

Wichtige Personen in der Geschichte von England:

  • Edward I.
  • Heinrich VIII.
  • Maria Stuart
  • Sir Francis Drake

Dennoch galt Jakob I. als schwacher König und auch sein Sohn, Karl I. konnte sich nicht sonderlich hervortun, sodass es immer wieder zu Aufständen und gewaltsamen Auseinandersetzungen kam, die 1642 in den Bürgerkrieg mündeten, in dem die Monarchie gegen die aufstrebenden Parlamentarier kämpfte. Mit Hilfe aus Schottland gelang es den Parlamentstruppen schließlich, Karl zu stürzen. Er wurde 1649 hingerichtet. Sein Sohn, Karl II., begründete mit Hilfe des Parlaments die Restauration.

Es waren harte Jahre, geprägt von der Großen Pest (1665), dem Großen Brand von London (1666) und dem Devolutionskrieg gegen die Niederlande. Der Unmut der Bevölkerung richtete sich dabei ziemlich schnell gegen den König selbst und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Volk erhob, um den königlichen Absolutismus abzuschaffen und damit der Geschichte von England eine neue Wendung zu geben. Mit der Bill of Rights erhielt das Parlament die Befugnis, Regierungsgeschäfte zu führen, wodurch der König fortan nicht mehr von „Gottes Gnaden“ eingesetzt, sondern vom Volk legitimiert war. In der Folgezeit waren es nicht mehr die Adelshäuser, die das Land regierten, sondern die Whigs und die Tories, die beiden Parteien des britischen Parlamentarismus, die bis ins 19. Jahrhundert hinein regierten, und der Premierminister. 1707 folgte der Act of Union, bei dem England und Schottland zum Königreich Großbritannien vereint wurden, verabschiedet.

Das 18. Jahrhundert war eine Zeit großer wissenschaftlicher Fortschritte, die schon den Weg für die Industrielle Revolution ebneten, und ständiger Expansion. England verfügte über zahllose Kolonien überall auf der Welt und betrieb regen Handel. Lange Zeit war England in den Kolonialgebieten die unbestrittene Macht gewesen, doch im späten 18. Jahrhundert entwickelten auch andere europäische Staaten Interesse an Übersee-Gebieten und so wurde zum Beispiel der Siebenjährige Krieg zwischen Frankreich und England unter anderem um die Kolonien geführt.

Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg dann verlor England die bedeutende Kolonie Nordamerika und auch in Irland regten sich Nationalbewegungen, die durch die Französische Revolution angestachelt wurden. Im Act of Union (1800) wurde diese Bestrebung jedoch endgültig unterbunden und die formelle Unabhängigkeit Irlands beendet. Es entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland.

In den kommenden 100 Jahren sollte die Geschichte von England von rasanten Veränderungen geprägt sein: Das Wahlrecht wurde modernisiert, um dem Volk mehr politische Gewalt zu geben, und mit der Industriellen Revolution veränderte sich das Gesicht des Landes für immer. Die Dampfmaschine und die Entstehung von Fabriken bedingten die Urbanisierung und die Entstehung des Proletariats.

Die städtischen Ballungsräume explodierten und in den Arbeitervierteln lebten die Menschen unter fürchterlichen Bedingungen, doch der technische Fortschritt war nicht mehr aufzuhalten. Zudem sorgten innenpolitische Krisen nach den Napoleonischen Kriegen für die Entstehung neuer politischer Bewegungen und Clubs, die die Geschichte von England von nun an mitbestimmen wollten. Das Viktorianische Zeitalter, das mit dem Herrschaftsantritt von Königin Victoria 1837 eingeläutet wurde, gilt bis heute als goldenes Zeitalter und wird von vielen Engländern noch immer verklärt – und das obwohl Missernten und die Große Hungersnot das Volk knechteten.

Unter Königin Victoria trat England in die Phase des Imperialismus ein. Territoriale Machtkämpfe im Nahen und Fernen Osten und Afrika prägten diese Epoche der Geschichte von England und ebneten schließlich den Weg für den Ersten Weltkrieg, in den sich das Land 1914 voller Kriegsbegeisterung stürzte. 1918 hatte das Britische Empire fast 8 Millionen Tote zu beklagen, 12 Prozent der Bevölkerung. Eine Zeit der Dekolonialisierung begann, während Nordirland an England angeschlossen wurde und so das Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland geboren wurde.

Die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges waren noch weitaus verheerender. Es ist dem Eingreifen der Alliierten zu verdanken, dass Deutschland am 8. Mai 1945 kapitulierte. In der Folge teilten England, Amerika, Frankreich und die Sowjetunion Deutschland in Besatzungszonen auf, die bis 1990 in der Teilung Deutschlands fortbestanden. In dieser Zeit prägten Premierminister wie Winston Churchill und Margaret Thatcher die Geschichte von England.

Das nächste mit Spannung erwartete Ereignis in der Geschichte von England war dann das Referendum über die Unabhängigkeit von Schottland im Herbst 2014, das die mehr als 400 Jahre andauernde Einheit hätte beenden können. Die Schotten entschieden sich jedoch mit überraschender Mehrheit gegen die Unabhängigkeit und für den Verbleib im Vereinigten Königreich von Großbritannien.

England heute – Brexit – Britisches Unterhaus stimmt mit großer Mehrheit für Brexit-Gesetz

Das britische Unterhaus hat mit 494 gegen 122 Stimmen die Erlaubnis erteilt, die Austrittsverhandlungen mit der EU aufzunehmen.

Das Unterhaus in Großbritannien hat dem Brexit-Gesetz der Regierung mit großer Mehrheit zugestimmt. Das Gesetz soll Premierministerin Theresa May die Vollmacht geben, den EU-Austritt einzuleiten. 494 Abgeordnete stimmten am Mittwochabend dafür, 122 dagegen. Die Zustimmung des Oberhauses steht noch aus, gilt aber als sicher. Bis zum 7. März soll das Gesetz von beiden Häusern verabschiedet sein.

Die Opposition hatte versucht, Änderungen an dem knapp gehaltenen Gesetzestext einzubringen, um sich Einfluss auf die Brexit-Verhandlungen mit der EU zu sichern. Auch Abweichler aus der Regierungsfraktion hatten sich den Anträgen angeschlossen. Trotzdem gelang es der Regierung, den knappen Gesetzestext ohne Änderungen durchs Unterhaus zu bringen.

Die Weigerung der Regierung, auch nur einen einzigen Änderungsantrag zu akzeptieren, sorgte bei vielen Oppositionsabgeordneten für Unmut. Der ehemalige schottische Regierungschef und SNP-Abgeordnete Alex Salmond bezeichnete das Vorgehen als „abscheulich“. Mehrere Parlamentarier stimmten während der finalen Stimmabgabe die Europahymne an.

In dem kurzen Gesetzentwurf heißt es: „Die Premierministerin darf die Absicht des Vereinigten Königreichs zum Austritt aus der EU, gemäß Artikel 50 des Vertrags über die Europäische Union, bekannt geben.“ May reagiert damit auf eine Entscheidung des höchsten britischen Gerichts, wonach das Parlament das letzte Wort über die Austrittserklärung haben muss.

Die Abstimmung offenbarte auch tiefe Risse in der Labour-Fraktion. Parteichef Jeremy Corbyn hatte den Abgeordneten augetragen, für das Gesetz zu stimmen. Sein Schattenminister für Wirtschaft, Clive Lewis, trat kurz vor der Abstimmung von seinem Amt zurück, um gegen das Gesetz stimmen zu können.

Als Zugeständnis sicherte die Regierung zu, das britische Parlament werde über ein Abkommen mit der EU am Ende der zweijährigen Austrittsverhandlungen abstimmen dürfen. Eine Ablehnung werde aber nicht zu Nachverhandlungen führen. Damit würde Großbritannien die EU ohne Regelung der künftigen Handelsbeziehungen verlassen und müsste auf die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) zurückgreifen.

Premierministerin May hatte angekündigt, dass sie gleich zu Beginn der Verhandlungen mit der EU versuchen werde, eine Regelung für die Rechte von EU-Bürgern in Großbritannien und für Briten in der EU zu finden.