SÜDAFRIKA

Office in Kapstadt

Wir sind  in Südafrika unter nachstehender Adresse anzutreffen:

Ansprechpartner:
Dipl. Ing. J. Niemann

Mandela Rhodes Place
Corner Wale Street and Burg Street
Cape Town, 8000

Tel.: +27 (0) 21/8135 948
E-Mail: southafrica@hovenjuergen.com

Kontakt Südafrika

Geografische Informationen

Die südafrikanische Republik erstreckt sich an der Südspitze Afrikas und hat sich in den vergangenen Jahren zu einer regionalen Wirtschaftsmacht entwickelt. Südafrika grenzt im Süden und Südosten an den Indischen Ozean, im Westen an den Atlantik.

Die Nordgrenze wird von den Staaten Namibia, Botswana sowie Simbabwe bestimmt, im Nordosten liegt Mosambik und im Osten Swasiland. Komplett umschlossen von Südafrika ist die Enklave Lesotho. Südafrika hat drei Hauptstädte: Pretoria (Regierungssitz), Kapstadt mit dem Sitz des Parlaments und Bloemfontein (Sitz des Obersten Berufungsgerichts).

Industrie

Südafrika exportiert vor allem industrielle Produkten aus dem primären und sekundären Sektor.

Bergbau

Die südafrikanische Republik ist reich an Bodenschätzen, wie der Eisenerzbergbau in der Provinz Limpopo zeigt.

Das Land besitzt die weltweit größten Fördermengen an Chrom (44 % der Weltförderung), Platin (47 %), Mangan und Vanadium (57 %). Daneben besitzt es große Vorkommen an Gold (21 %), Diamanten (9 %), Kohle (6 %), Eisenerz, Nickel, Titan, Antimon und Palladium.

Der Bergbau wird von wenigen Konzernen dominiert, die zu den größten weltweit gehören, wie Anglo American, Gencor, ARMgold, AngloGold Ashanti und Implats. Der Konzern Lonmin, der die Platinförderung beherrscht, und der Diamantenproduzent De Beers gehören ganz oder teilweise zu Anglo American.

Die Wettbewerbsfähigkeit des südafrikanischen Bergbaus wird aber durch häufige Streiks aufgrund der niedrigen Löhne und mangelhaften Arbeitsbedingungen geschwächt. Zu den jüngeren größeren Ereignissen dieser Art zählt der Streik von 2012. Die Arbeit in den Bergwerken ist äußerst gefährlich. Zwischen 1984 und 2005 kamen in Südafrika über 11.100 Minenarbeiter ums Leben. Die Zahl der Beschäftigten in der Gold- und Steinkohleförderung sank zwischen 1987 und 1996 um rund 200.000. 1997 waren im Bergbau 560.000 Personen beschäftigt.

Für den Export mineralischer Rohstoffe und metallurgischer Produkte als Massengüter besitzen die Häfen von Saldanha, Richards Bay und Ngqura eine hohe volkswirtschaftliche Bedeutung. Sie werden von dem staatlichen Transportkonzern Transnet verwaltet und betrieben.

Weitere Industriebranchen

Von Bedeutung sind die Herstellung von Kraftfahrzeugen, deren Zulieferindustrie sowie die Textilindustrie und die Telekommunikationsindustrie.

Die Rüstungsindustrie wurde zur Zeit der Apartheid stark ausgebaut, weil der Import von Rüstungsgütern aus anderen Ländern durch Embargos sehr erschwert war, und wird etwa durch die Unternehmen Denel und ARMSCOR weiterhin betrieben.

Energieversorgung und chemische Industrie

Die Energieversorgung obliegt fast ausschließlich dem Eskom-Konzern, der gemessen an der Produktion der siebtgrößte Stromerzeuger weltweit ist. Rund 91 % der Energie wurden 2009 aus fossilen Brennstoffen gewonnen, meist in Kohlekraftwerken. Daneben setzt Südafrika in geringem Maß auf die Atomenergie und auf Erneuerbare Energien wie Wasserkraftwerke und Windkraftanlagen.

Bei Mossel Bay wird Erdgas gefördert. Da Südafrika kaum über Erdöl verfügt, entstanden zur Zeit der Apartheid in Sasolburg und Secunda große Kohleverflüssigungsanlagen, mit denen Kraftstoffe und Grundstoffe für die chemische Industrie gewonnen werden. Die Erneuerbare Energien, speziell die Windenergie, sollen stark ausgebaut werden.

Bis 2030 sollen die Leistung Erneuerbarer Energien auf rund 18 GW bzw. 42 % der Gesamtleistung steigen; hierfür wurden Fördermaßnahmen aufgelegt.